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Ambulante Geburt

Sie wollen im Krankenhaus ihrer Wahl gebären? Frühestens nach 3 Stunden können Sie das Krankenhaus verlassen und die Hebammenbetreuung in Anspruch nehmen. Die Entlassung erfolgt natürlich nur, wenn es Mutter und Kind gut geht. Es kann jedoch von Vorteil sein, erst 6 Stunden nach der Geburt nach Hause zu gehen. In dieser Zeit hat die Mutter Gelegenheit zu stillen, sie bekommt außerdem etwas zu essen und sie kann sich erholen.

Eine gute Kontrolle ob der Kreislauf in Ordnung ist, habe ich wenn vor dem Heimgehen geduscht wird. Ich habe aber schon viele Frauen erlebt, wo der Wunsch nach Hause zu gehen so groß war, dass sie sich im Rollstuhl zum Auto bringen ließen. Wenn die Gebärmutter gut arbeitet, die Blutung in Ordnung ist, kann die Frau auch auf diese Weise das Spital verlassen.

Für mich, als Hebamme, ist es wichtig, dass die Paare auf das Wochenbett vorbereitet sind. Wochenbett = eine Woche im Bett!

Wenn die Mutter gut versorgt wird, sie sich wirklich nur um das Baby und um sich selbst kümmern kann, wird es eine herrliche Zeit für die Mutter und das Kind. Dem frisch gebackenen Papa werden nicht automatisch alle Hausarbeiten übergestülpt, auch er hat ein intensives Erlebnis hinter sich und möchte vielleicht viel Zeit mit seinem Baby verbringen. Also wird organisiert: Großeltern, Tanten, Onkeln, Freunde,... alle möchten den neuen Erdenbürger begrüßen und bei dieser Gelegenheit kann ein gutes Essen mitgebracht werden, die Bügelwäsche abgeholt werden u.s.w.

Wenn so Hilfe angeboten wird, freut man sich über jeden Besuch. Die Besuchszeit selbst soll auch nicht über eine Stunde hinausgehen, denn die Mutter muss sich ja auch wieder ausrasten, die Nächte sind nicht mehr nur zum Schlafen da.

So, jetzt zu meiner Betreuung: In der ersten Woche komme ich fast täglich nach Hause, auch spontan wenn akute Probleme auftreten sollten. Bei einer Visite wird von mir die Gebärmutterrückbildung, der Wochenfluss und eventuelle Geburtsverletzungen kontrolliert. Wenn sich die Wöchnerin für das Stillen entschieden hat, überzeuge ich mich auch, dass mit dem Busen und der Milchproduktion alles seine Richtigkeit hat. Ich schaue dann auch einmal beim Stillen zu, dabei können wir über die letzte Nacht plaudern und die Frau hat die Möglichkeit mir alle Fragen zu stellen, die sich seit dem letzten Besuch ergeben haben. Beim Buzerl schaue ich nach dem Nabel oder dem Nabelschnurrest, der Haut, den Reflexen und ich frage täglich nach den Ausscheidungen. Zwischen dem 5. und dem 7. Tag kontrolliere ich das Gewicht. Je nach dem wieviel das Kind abgenommen hat, führe ich eine zweite Kontrolle, in den nächsten Tagen, durch. Das Blut für die empfohlene PKU-Untersuchung (Stoffwechselkrankheiten) wird auch von mir abgenommen, ebenso bekommen die Kinder die 2. Vitamin K Gabe. Die im Mutter-Kind-Pass vorgesehene Untersuchung des Neugeborenen in der ersten Lebenswoche wird vom Kinderarzt durchgeführt.

Weitere Einzelheiten über das Wochenbett erfahren Sie auch unter Geburtsbegleitung und Hausgeburt.

 
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